Ablenkung, Langeweile und das Dazwischen
Ich habe meine Aktivitäten auf Social Media über eine «längere» Zeit stark reduziert. Nicht aus einem Impuls heraus, sondern als eine bewusste Entscheidung. Und genau diese Entscheidung hat mich mit etwas konfrontiert, das ich so nicht erwartet hätte. Es ist ein seltsames Gefühl. Einerseits taucht der Gedanke auf, wie angenehm Ablenkung sein kann. Andererseits wird mir immer klarer, wie gut mir die Ruhe tut, die entsteht, wenn die ständige Berieselung wegfällt. Es bleibt mehr Zeit für das, was wirklich erledigt werden will, und mehr Raum für Stille. Beides fordert mich. Ich habe gemerkt, dass Ablenkung für mich oft eine klare Funktion hat. Sie schützt mich. Nicht, weil etwas falsch wäre, sondern weil sie mich auf Abstand zu meinen eigenen Prozessen hält. Solange ich abgelenkt bin, muss ich nichts ganz an mich heranlassen. Ich bleibe in Bewegung, ohne wirklich anzukommen....




